Interessantes über Kaffee, das jeder Genießer kennen sollte!
Eine Flüssigkeit, die dem Genuss dient, kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Während die einen behaupten, dass mit einer Tasse Kaffee in der Hand, die Welt schon viel besser aussieht, finden sich andere „DEPRESSO“, wenn ihnen das Lieblingsgetränk am Morgen entzogen wird. Das beliebteste Getränk der Deutschen, das weitaus mehr Anhänger als Bier und Wasser hat, gleicht demzufolge einem Zaubertrank, der alle müden Glieder wachrüttelt. In diesem Zusammenhang fragt sich jeder Genussmensch, was das geliebte Heißgetränk eigentlich zu dem macht, was es ist. Die folgenden 10 Fakten sollte jeder Kaffeetrinker kennen:
Kaffee ist weltweit eines der beliebtesten Heißgetränke
Mit einer schier unendlich wirkenden Zahl, nämlich 500 Milliarden Tassen pro Jahr, gehört der Kaffee zu einem der beliebtesten Heißgetränke, die es auf unserer wunderschönen Erde gibt. Das heißt, dass jeder Erdenbürger circa 71 Tassen pro Jahr trinkt. Der größte Kaffeekonsument ist Finnland, welches pro Kopf 12 kg im Jahr verbraucht. Gefolgt von Norwegen, mit 9,9 kg pro Kopf, lässt sich dies nur damit erklären, dass die Winter und Nächte in diesen Breitengraden lang und tief sind. Hier braucht es schon eine Portion Extrawachmacher.
Kaffee ist mit Kirschen verwandt und schmeckt gezuckert genauso süß
Die zu den Steinfrüchten zählende Kaffeebohne stammt ursprünglich aus den tropischen Ländern in Afrika. Des Weiteren liegt das Herkunftsgebiet der Kaffeepflanze in Madagaskar und auf den Maskarenen. 127 verschiedene Arten der Gattung Coffea gibt es, die zu der Pflanzenfamilie Rubiaceae, den Rötegewächsen, gehören. Es handelt sich demzufolge um bedecktsamige Pflanzen der Ordnung Enzianartige. Die Gattung Coffea wiederum wurde 1753 von dem Botaniker Carl von Linné erstmals beschrieben.
Die vielseitige Verwendung der Kaffeekirsche wird nicht nur auf den Kaffee beschränkt
Kaffee ist eine Kulturpflanze, welche nicht nur die Kaffeebohnen für das uns bekannte Heißgetränk liefert. Die Kaffeekirsche liefert neben den Kaffeebohnen, welche im Handel fermentiert und geröstet vermarktet werden, ebenfalls Fruchtfleisch und Schale. Der in Bars und Coffeeshops erhältlich CASCARA enthält eine vielfach höhere Menge an Koffein und ist ein Aufgussgetränk, welches aus den Kaffeekirschen-Schalen gewonnen wird. Im Jemen wiederum wird ein Tee namens „QUISHAR“ aus dem Fruchtfleisch gewonnen, welcher wertvolle Aromen und Nährstoffe enthält.
Exklusiv und extrem teuer, die besondere Kaffeenote des KOPI LUWAK und des BLACK IVORY
Bei den teuersten Kaffees der Welt geht es vielmehr um den Herstellungsprozess, als die Kaffeesorte. Der exklusive KOPI LUWAK wird aus den Hinterlassenschaften der indonesischen Schleichkatze gewonnen. Hierzu werden die Katzen mit Kaffeekirschen gefüttert und diese danach aus dem Katzenkot gesammelt. Ein ähnliches Verfahren verwendet der BLACK IVORY COFFEE, welcher zu diesem Zweck thailändische Elefanten nutzt. Die gehörige Portion Extraaroma lässt sich der gehobene Kaffeegenießer immerhin ca. 40 Euro pro Tasse kosten.
Der Koffeingehalt verschiedener Kaffeeprodukte und Sorten kann stark schwanken
Der allzeit beliebte Filterkaffee hat einen Koffeingehalt von 40 bis 60 mg. Im Gegensatz dazu können in einer Tasse Espresso zwischen 100 und 120 mg Koffein nachgewiesen werden. Damit sind im Kaffee weitaus größere Mengen des natürlichen Wachmachers enthalten als zum Beispiel in einem Glas Cola oder Energy-Drink. Was das Koffein angeht, ist Kaffee somit alleiniger Spitzenreiter. Hier weisen sich nur die einzelnen Kaffeesorten in die Schranken. Allgemein enthalten hellere Röstungen eine größere Menge Koffein. Des Weiteren ist in Robusta-Bohnen gegenüber Arabica-Bohnen ca. die doppelte Menge Koffein enthalten.
Kaffee ein Gesundbrunnen oder doch Körper schädigend?
Wird Kaffee in Maßen genossen, wirkt sich dies positiv auf den Körper aus. Vielmehr können laut neueren Studien alle Kaffeetrinker sich über eine höhere Lebenserwartung freuen. Es konnte nachgewiesen werden, dass der Beitrag des Heißgetränks nicht merklich den Blutdruck steigert. Die Deutsche Herzstiftung stellte fest, dass eine Tasse Kaffee den Blutdruck gerade einmal um 10 bis 20 mmHG für 30 Minuten steigert. Das Positive, eine besser Konzentrationsfähigkeit und Leistung, überwiegt. Des Weiteren senkt ein normaler Kaffeekonsum das Risiko an Leberkrebs sowie Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken. Gleichzeitig sorgen die Bitterstoffe im Kaffee für eine bessere Verdauung.
Kaffee ist als Kulturgut eine regionale Köstlichkeit
Zu den hierzulande zumeist angebotenen Kaffeearten ARABICA und ROBUSTA gesellen sich weltweit mehr als 50 verschiedene Kaffeearten. Diese werden wiederum regional nochmals zu Delikatessen verarbeitet, welche den Gaumen auf ganz unterschiedliche Art erfreuen. Verschiedene Zubereitungsmethoden und Zusätze unterscheiden demzufolge die Karlsbader Kanne vom türkischen Kaffee oder den aus der Schweiz stammenden Schümli vom italienischen Espresso.
Die Kaffee-Prohibition in Deutschland durch Friedrich den Großen
Das Heißgetränk Kaffee wurde am 21. Januar 1781 durch den preußischen König Friedrich den Großen für einige Zeit verboten. Vielmehr war der dem Kaffee verfallene Herrscher der Ansicht, dass das Heißgetränk ein Luxusprodukt ist. Der Kaffeekonsum, der sich beim „gemeinen Volk“ somit immer weiter verbreitete, war dem Regenten ein Dorn im Auge. Die Bauern und Arbeiter sollten seiner Meinung nach besser bei der „Biersuppe“ bleiben.
Der Röstgrad der Bohne ist ein allseits gut gehütetes Geheimnis
Jede Rösterei fermentiert und röstet die eigene Kaffeebohne nach einem eigenen uralten Geheimrezept. Allgemein gilt, dass eine helle und blasse Röstung Zimtröstung genannt wird. Bei der sogenannten amerikanischen Röstung beziehungsweise Frühstücksröstung handelt es sich um einen mittleren Röstgrad. Die helle französische Röstung sowie Wiener Röstung sind hingegen starke Röstungen. Nochmals einen Grad schärfer geht es bei der doppelten Röstung zu.
Hamburg ist der größte Exporthafen für Kaffee in Europa
Eine Hafentour durch Hamburgs Speicherhafen ist nicht nur für Fotografen sehr interessant. Hier befindet sich der größte Umschlagplatz von Kaffee. Dieser kommt aus aller Welt und ist für das europäische Festland gedacht. In Verbindung mit dem Bremer-Hafen entstand hier ein sogenanntes Oligopol von sechs Kaffeeröstereien, die sich den deutschen Markt nahezu komplett untereinander aufteilen. Das Handelsgut Kaffee wird staatlich mithilfe des Kaffeesteuergesetzes besteuert. Während die Steuer bei Röstkaffee ca. 2 Euro pro kg beträgt, ist jene von löslichem Kaffee in etwa doppelt so hoch.
