Service, Wartung & Pflege: damit Sie mehr von Ihrem Kaffeevollautomaten haben
Jedwede Maschine benötigt für einen reibungslosen Ablauf ein Optimum an Service, Wartung und Pflege. Die Laufleistung eines Gerätes ist somit direkt mit der Betriebssicherheit und Sauberkeit des Arbeitsplatzes verbunden, an dem das Gerät aufgestellt werden soll. Eine teure und einmalige Investition lohnt sich somit nur dann, wenn die Gegenrechnung aus Verkauf und Instandhaltung ein Plus am Ende ergibt. Hierbei sollte berücksichtigt werden, dass es zwischen einem gewerblichen und privat genutzten Kaffeevollautomaten beträchtliche Unterschiede geben kann. Während in der privaten Nutzung jeden Tag allenfalls ein paar heiße Tassen anfallen, welche die Maschine pflichtbewusst seinen Besitzern kredenzt, wird im gewerblichen Maßstab die Kaffeemaschine im Dauermodus genutzt. Dies wiederum verkürzt die Lebensdauer, sodass als Faustregel gilt: Hochwertige Kaffeevollautomaten besitzen in der Regel eine Laufleistung von fünf Jahren. Bei entsprechender Pflege und Nutzung kann sich diese Laufleistung erheblich erhöhen. Des Weiteren müssen sogenannte Nahrungsmittelmaschinen spezielle Sicherheitsanforderungen erfüllen, die wir Ihnen im Folgenden näher erläutern.
Die Anforderungen an einen Kaffeevollautomaten im gewerblichen Maßstab
Die Herstellung, der Gebrauch sowie die Inbetriebnahme von Nahrungsmittelmaschinen unterliegen EU-Richtlinien. Diese Sicherheitsanforderungen sind in jedem Fall einzuhalten, da die Gäste gesunde Nahrung konsumieren sollen. Neben den Sicherheitsbestimmungen der Maschinenbauer fließen hier ebenfalls Hygiene-Aspekte aus dem praktischen Betrieb mit ein. In den Maschinenrichtlinien werden Nahrungsmittelmaschinen wie der Eiscreme- oder Kaffeevollautomat als „besondere Maschinen“ betrachtet. Deren Herstellung und Betrieb werden strikt voneinander getrennt. Während sich die Herstellung eines Kaffeevollautomaten auf die EU 37/1998 bis 29.12.09 danach EU 42/2006 bezieht, wird deren Inbetriebnahme durch die EU-Hygienerichtlinie EU 852/2004 sowie die Betriebssicherheitsverordnung bestimmt. Die Sicherheit des Lebensmittels wird durch den Lebensmittelhersteller, also der Rösterei, gewährleistet. Die europäische CE-Kennzeichnung hingegen unterstreicht die Maschinensicherheit des Gerätes.
Um die Hygiene während des Dauerbetriebes einer Nahrungsmittelmaschine zu gewährleisten, wird diese allgemein in drei Hygienebereiche eingeteilt: den Lebensmittelbereich, indem das Produkt in den Hauptproduktstrom zurückfließen kann, den Spritzbereich, wo das Lebensmittel nicht in den Hauptproduktstrom zurück gelangen kann sowie dem Nicht-Lebensmittelbereich, dem alle anderen Maschinenbereiche zugewiesen sind. Diese Bereiche müssen klar definiert sein. Des Weiteren sind die Normen und Anforderungen an den verwendeten Konstruktionswerkstoff nach Maschinenrichtlinie eindeutig. Dieser muss aus einem Werkstoff bestehen, der leicht zu reinigen und zu desinfizieren ist. Des Weiteren muss das Material unerwünschte Stoffe vor dem schädlichen Eindringen zurückhalten. Für alle Lebensmittelbereiche ist zudem die Grundvoraussetzung für Maschinen und deren Nutzung ein korrosionsbeständiges Material, welches durch Gerüche, Farben oder Geschmacksstoffe nicht nachteilig beeinflusst werden kann. Zudem müssen alle festen Verbindungen lückenlos geschweißt und somit hygienisch einwandfrei sein. Dies wiederum bedeutet, dass bei der Konstruktion eines Kaffeevollautomaten keine Hinterschneidungen, Risse, Spalten, Ränder und ähnliches auftreten dürfen, die eine vollständige Beseitigung und das ungehinderte Abfließen von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln verhindern.
Tipps und Tricks zur Reinigung eines Kaffeevollautomaten
Ein Kaffeevollautomat besteht aus verschiedenen Bauteilen, welche jeweils eine andere Funktion erfüllen. Viele dieser Bauteile werden automatisch gereinigt. Ist dies nicht der Fall, muss die Baugruppe außerhalb des Maschineninnenlebens gereinigt werden. Das entscheidende Bauteil ist die Brühgruppe, die den Kaffeegeschmack nach dem Mahlen erzeugt. Hier sollte auf den maximalen Druck sowie den Umstand geachtet werden, dass sich die Baugruppe herausnehmen lässt. Lässt sich die Brühgruppe nicht herausnehmen, muss oftmals ein aufwendiges Spülprogramm abgefahren werden. Weitere wichtige Bauteile, die immer gereinigt werden sollten, sind das Mahlwerk sowie der Milchaufschäumer. Für den normalen Hausgebrauch ist es somit wichtig, dass Ihr neues Gerät nicht nur über Direktwahltasten für die bevorzugten Kaffeespezialitäten verfügt, sondern ebenfalls über individualisierbare Füllmengen, Temperatureinstellungen und eine Wasserstands- und Reinigungsanzeige.
Selbst wenn der neue Kaffeevollautomat über automatisierte Reinigungsfunktionen verfügt, sollten Sie dennoch selbst Hand anlegen. So ist eine tägliche Pflege des Außengehäuses, mit einem feuchten Mikrofasertuch nach der Nutzung der Maschine, dringend anzuraten. Des Weiteren sollte der Milchaufschäumer täglich oder nach Gebrauch mit dem dazugehörigen Reinigungsprogramm gereinigt werden. Zudem sollte dieses Bauteil etwa alle acht Wochen entkalkt werden. Gleiches gilt für die Brüheinheit und das Mahlwerk, welche nach der Nutzung mit lauwarmem Wasser ausgespült werden. Die Entkalkung hier kann einmal im Monat erfolgen. Alle weiteren Bauteile wie Düsen, Auffangschalen und sonstige Behälter sollten ebenfalls nach der Nutzung entleert und gereinigt werden.
Die Erhöhung der Lebensdauer eines Kaffeevollautomaten sowie dessen Wartung
Die höhere Laufleistung einer Maschine senkt Betriebskosten und bewahrt seine Besitzer vor einer teuren Neuinvestition. Dazu sollte die Gebrauchsanweisung sowie der Garantieschein der Maschine studiert werden. Gerade bei sehr hochwertigen Maschinen werden die Wartungsintervalle einzelner Bauteile und Gruppen einzeln angegeben. Danach kann sich der Gewerbetreibende oder Privatnutzer orientieren. In der Regel ist es hilfreich, nur die vom Gerätehersteller ausgewiesenen Zutaten bei der Nutzung der Maschine zu verwenden. Bei Problemen mit dem Kaffeevollautomaten sollten Sie sich zudem an den Support des Herstellers wenden.
Wird ein Kaffeevollautomat in die professionelle Wartung gegeben, was alle zwei Jahre empfehlenswert ist, ergeben sich daraus gleich mehrere Vorteile. Zunächst erst einmal wird eine Tiefenreinigung und Dichtheitsprüfung des Gerätes vorgenommen. Darüber hinaus werden alle Kabel, Schläuche, Bauteile, Grundeinstellungen sowie Funktionsweisen der Maschine überprüft. In der Regel werden dadurch Fehlerquellen und Verschleiß rechtzeitig erkannt und behoben. Eine gründliche Reinigung sowie die Beseitigung von Ablagerung und Verstopfungen gewährleisten daraufhin einen reibungslosen Brühvorgang. Des Weiteren bieten einige Hersteller eine Garantie Verlängerung an, wenn Service und Wartung in Anspruch genommen werden. Bedenkt man die geringen Kosten einer Wartung, so ist diese um ein Vielfaches günstiger als ein neues Gerät im Schadensfall. Dabei sollten Sie sich vorab informieren, ob in Ihrer Nähe ein Serviceteam des Geräteherstellers ansässig ist, da Sie ansonsten längere Zeit auf das Gerät verzichten müssten. Des Weiteren haben Sie zusätzliche Versandkosten beim Einschicken des Kaffeevollautomaten zu tragen.
