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Interessante Fakten über Kaffee, die jeder Genießer kennen sollte!

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Ein Leben ohne Kaffee ist kein richtiges Leben, oder?

Verzicht gehört mit Sicherheit nicht zu den Worten, welche im allgemeinen Sprachgebrauch überproportional häufig verwendet werden. Zu einem Modewort herangereift, hat es sich jedoch in den vergangenen Jahren fest in unserem Wortschatz etabliert und wird vermehrt im Zuge der Ressourcenverknappung und Klimaveränderung als Schlagwort genutzt. Synonym mit dem Wort Abstinenz, aus dem Lateinischen für Fernhalten oder Enthalten, findet das Wort immer mehr Fürsprecher und steht somit in einem direkten Verhältnis zum längst überholten massiven Konsumverhalten. Das aus Wales stammende Sprichwort „Wer nicht hergibt, was er liebt, wird nicht erhalten, was er sich wünscht“ bringt dies sehr gut auf den Punkt. Im Leben sollte man Abstriche machen, was im Fall von Kaffeekonsum, der gesamten Menschheit zugutekommt.

Der Unterschied zwischen Espressobohnen und Kaffeebohnen

Grundsätzlich wird die Qualität von Lebensmitteln und Getränken durch die Anbaubedingungen selbst bestimmt. Egal ob Wein, Bier oder Kaffee, der gute Geschmack kommt letztendlich aus der Zutat. Während es sich bei einigen Getränken um einzelne Produkte handelt, die so getrunken werden, wie diese gewonnen wurden, handelt es sich bei anderen um eine Mischung. Die Fachsprache dafür lautet Blend, was primär aus der Whiskeyherstellung bekannt sein sollte. Espressobohnen werden ebenfalls gemischt und im Gegensatz zu Kaffeebohnen nochmals nachbehandelt und weiter optimiert. Warum und wie dies erfolgt, dies erfahrt Ihr hier.

Enthaltsamkeit bedeutet nicht Verzicht, ein großer Unterschied mit großem Effekt

Enthaltsamkeitskampagnen haben die Menschheitsgeschichte seit jeher geprägt und waren teilweise stark politisch oder religiös motiviert. Während die sexuelle Abstinenz, also der Verzicht auf Geschlechtsverkehr, primär der Kirche zugeschrieben werden kann, ist die Enthaltsamkeit vor der Ehe ein dementsprechendes Resultat davon. Wie wir heute wissen, hat diese Fehleinschätzung vonseiten der Gläubigen einen massiven Einfluss auf den menschlichen Körper. Hier führt sexuelle Abstinenz zu mehr oder minder schwerwiegenden Krankheitsbildern und Symptomen, die von einer höheren Stressanfälligkeit bis zu einer geringeren Lebenserwartung reichen. Vielmehr steigt mit dem Verzicht auf zwischenmenschliche Nähe das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Übergewicht. Weitere Enthaltsamkeitskampagnen werden zumeist im Zuge von sexuell oder anderweitig stark ansteckenden Krankheiten zu einem Massenphänomen. Die Corona-Pandemie ist nur ein weiteres Beispiel von vielen, welche schwerwiegenden Auswirkungen Verzicht letztendlich haben kann. So stiegen laut einem WHO Bericht die Anzahl psychischer Erkrankungen in diesem Zeitraum stark an.

Im Gegensatz dazu werden der Verzicht und die Enthaltsamkeit gegenüber Nahrungsmitteln, Getränken und Konsum überwiegend positiv bewertet. Medizinisch wird der Verzicht auf Nahrung über einen gewissen Zeitraum als Nahrungskarenz bezeichnet und ist kurz vor einer OP sogar sinnvoll. Gleichermaßen kann ein Diabetiker seine Körperfunktionen positiv beeinflussen, wenn regelmäßig gefastet wird. Mit dem allgemeinen Verzicht auf Konsum werden heutzutage, wie bereits erwähnt, eine Verbesserung der eigenen Gesundheit sowie eine Ressourcenschonung angestrebt. Letztgenanntes wird in der Fachsprache „Suffizienz“ genannt und steht im Mittelpunkt einer nachhaltigen und klimaschützenden Umweltpolitik. Hier wird der Rohstoff- und Energieverbrauch in einem direkten Zusammenhang zum eigenen Konsumverhalten betrachtet, sodass oftmals die Rede von Entschleunigung, Selbstbegrenzung bis hin zur Askese ist. Das Abwerfen von Ballast wird in diesem Sprachgebrauch auch oft verwendet, sodass der Konsumverzicht wie eine Entschlackung für den gesamten Körper sowie die Umgebung ist. Diese Verhaltensänderungen werden als persönlicher Umweltschutz definiert und somit den technischen Umweltschutzstrategien gegenübergestellt.

Der Wasser-Fußabdruck von Kaffee, einem Wachmacher zum Wachrütteln

Mit dem Konsum einer Tasse Kaffee am Tag sollte sich der oder die Kaffeetrinker:in ebenfalls darüber bewusst sein, dass dieser nicht vom Himmel fällt. Allein für diese geringe Menge sind laut einer Erhebung des Water Footprint Networks immerhin 140 Liter Wasser vonnöten. Dieser sogenannte Wasser-Fußabdruck verfolgt den Weg der Kaffeebohne vom Anbau der Kaffeepflanze bis zur Ernte und handelsüblichen Röstung. Im direkten Vergleich belegt Kaffee somit einen der mittleren Plätze. Zum Vergleich: Um ein Glas Orangensaft zu gewinnen, sind 170 Liter Wasser vonnöten. Für 150 Gramm Rinderfilet steigt der Wasserverbrauch in ungeahnte Höhen und ist mit 1.700 Litern fast astronomisch. Gleiches gilt bei der Verarbeitung von Käse, wo immerhin 5.000 Liter Wasser benötigt werden, um 1 Kilogramm des Milcherzeugnisses zu gewinnen. Es müssen demzufolge Abstriche gemacht werden. Dies gelingt beim Kaffeeanbau nur unzureichend und sollte vermehrt in Angriff genommen werden. Neben dem hohen Wasserverbrauch zum Anbau der Kaffeekulturen ist die Rodung von Regenwäldern, um Plantagen zu vergrößern, ein weitaus größeres Problem. Die Abholzung des Regenwaldes hat direkten Einfluss auf den Wasserkreislauf sowie das Klima unseres Planeten. Dagegen muss etwas getan werden.

Es gibt verschiedene Umweltzertifikate und Gütesiegel, die den zuvor genannten nachteiligen Auswirkungen des Kaffeeanbaus entgegenwirken möchten. Sie als Verbraucher müssen auf das geliebte Heißgetränk somit keineswegs verzichten, wenn Sie ein Label der Rainforest Alliance oder ähnlichen Naturschützern sehen. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Regenwald zu renaturieren und beim Anbau von Kaffee auf Düngemittel zu verzichten. Damit wird gleichzeitig das Grundwasser sauber gehalten, welches ebenfalls stark in Mitleidenschaft steht.

Wie viel Tassen Kaffee pro Tag sind unbedenklich?

Wer auf seine tägliche Morgentasse Kaffee keineswegs verzichten möchte, sollte dies mit Bedacht tun. Der beliebte Wachmacher enthält Koffein, welches rein medizinisch betrachtet eine psychotrope Substanz und somit ein Stimulans ist. Wie alle anderen Stimulanzien hat die Substanz direkten Einfluss auf das Nervensystem und kann bei übermäßigem Konsum zu einer Toleranzentwicklung führen. Das heißt, je mehr Kaffee ich letztendlich trinke, desto weniger Wirkung kann dieser entfalten, da sich die Physiologie der Nervenfasern sich darauf eingestellt hat. Wer plötzlich und über Nacht komplett auf den Kaffeekonsum verzichtet, sollte mit Entzugserscheinungen rechnen, die Grippe-ähnlichen Symptomen gleichen. Dies ist überhaupt nicht notwendig.

Wird Kaffee in Maßen getrunken, kann dieser positiv auf Psyche und Physiologie wirken. Die SCAE (engl. Speciality Coffee Association of Europe) empfiehlt dazu eine Mengenangabe von 12 Gramm Kaffeepulver pro 200 Milliliter Wasser. Die Mengenangabe des Koffeins sollte pro Tag und Kilogramm Körpergewicht nicht mehr als 5,7 Milligramm betragen. Während eine normal zubereitete Kaffeetasse etwa 40 bis 120 Milligramm Koffein enthält, empfiehlt es sich somit für eine 60 bis 70 Kilogramm schwere Person, nicht mehr als vier Tassen Kaffee am Tag zu konsumieren. Kaffee ist demzufolge nicht einmal der Koffeinlieferant Nummer eins unter den Getränken. Weitaus größere Mengen sind im schwarzen Tee oder den beliebten Energydrinks enthalten. Wird Kaffee in Maßen getrunken, kann dieser physiologisch positiv auf den Körper wirken.

Eine Tasse Kaffee enthält Antioxidantien, die das Krebsrisiko senken und die Haut vor Zellschäden schützt. Des Weiteren ist Kaffee gut für das Gehirn und den Stoffwechsel. Zudem erhöht das geliebte Heißgetränk die Konzentration, ein Grund, warum es das beliebteste Getränk auf der Arbeitsstelle ist. Zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen sowie einigen Krebsarten kann ein geregelter Kaffeekonsum ebenfalls dienen. Es ist somit nicht nötig, auf Kaffee vollends zu verzichten. Beim Kauf des geliebten Kaffeepulvers sollten jedoch einige Dinge bedacht werden, die sich positiv auf die Umwelt und das Grundwasser auswirken.

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