Wasser, der Lebensquell in Ihrem Kaffee: Qualitätsmerkmale und Unterschiede
Wasser ist der Quell des Lebens. Neben der Luft zum Atmen benötigen wir Süßwasser für unser tägliches Überleben. Dies wiederum zeigt, wie wichtig diese Ressource ist. Um es auf den Punkt zu bringen, benötigt jeder Mensch eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 Litern. Mineralwasser, Quellwasser, Leitungswasser und Co. stehen dabei im Fokus. Die Qualität des Trinkwassers wiederum wird hierzulande von den Wasserversorgern gewährleistet, die regelmäßig zur Überprüfung des Leitungswassers aufgefordert sind. Hauptverantwortlich dafür ist die sogenannte Trinkwasserverordnung, welche in regelmäßigen Abständen die Qualität des Trinkwassers überprüft. Im Mittelpunkt hierbei stehen Verunreinigungen des Wassers, deren Belastung körperliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen können. Um die Gesundheit jedes Einzelnen zu schützen, werden Grenzwerte für verschiedene Stoffe definiert, die demzufolge nachzuprüfen sind. Die Ergebnisse dieser Wasseranalyse werden durch das Umweltbundesamt öffentlich zugänglich gemacht, sodass sich jeder Erzeuger danach richten kann. Ein Wasserspender muss demzufolge gewisse Qualitätsmerkmale besitzen, um die Wasserqualität auf Dauer sicherzustellen. Diese lässt sich wiederum durch Wasserfilter verbessern, was im Folgenden näher erläutert werden soll.
Unterscheidungsmerkmale und qualitative Unterschiede von Wasser
Wasser steht als Flüssigkeit in verschiedenen Formen zur Verfügung. Zum Beispiel ist Heilwasser eines der ältesten natürlichen Heilmittel der Welt. Trinkbares Wasser wird demzufolge zunächst erst einmal in Trinkwasser, Mineralwasser, Quellwasser, Tafelwasser und Heilwasser unterteilt. Alle diese Wassersorten werden strengen Überprüfungen unterzogen, wobei es letztendlich nur das Mineralwasser ist, welches von staatlicher Seite als Lebensmittel anerkannt wird. Dazu ist eine regelmäßige Untersuchung der Wasserqualität vonnöten, was durch die Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt wird. In diesem Zusammenhang muss Mineralwasser von ursprünglicher Reinheit sein. Es muss sich um ein vor Verunreinigungen geschütztes Wasservorkommen handeln, welches sich durch einen urtypischen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen definiert.
Trinkwasser wiederum besitzt einen geringen Anteil gelöster Stoffe und definiert sich ausnahmslos durch die Wasserhärte. Es handelt sich um ein geprüftes, geschmacklich einwandfreies und frei von Krankheitserregern gewonnenes Süßwasser. In diesem Zusammenhang darf das Trinkwasser laut der Trinkwasserschutzverordnung nicht gesundheitsschädigend sein. Quellwasser hingegen stammt aus unterirdischen Quellen und unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung. Im Gegensatz zu Mineralwasser benötigt dieses keine gleichbleibende Menge an Mineralstoffen und Spurenelementen. Tafelwasser ist wiederum ein aufbereitetes Trinkwasser, welches mit Kohlensäure und Mineralstoffen versetzt werden kann. Zu guter Letzt handelt es sich beim Heilwasser um ein natürlich vorkommendes und mineralhaltiges Tiefenwasser, das von einer vor Verunreinigung geschützten Quelle stammen muss. Heilwasser unterliegen im Gegensatz zu Trink- und Mineralwasser den gesetzlichen Normen und Pflichten des Arzneimittelgesetzes. Für das Trinkwasser als Lebensmittel gelten wiederum die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Trinkwasserverordnung DIN 2000.
Wasserspender und Wasserfilter zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserqualität
Trinkwasser wird sehr stark kontrolliert und ist demzufolge sauber und genießbar. Wasser aus dem Hahn unterscheidet sich dahingehend nicht von Wasser aus dem Wasserspender. Um die Qualität dieses Gebrauchsobjektes sicherzustellen, sollten einige Dinge beim Kauf oder der Miete beachtet werden. Zu den Qualitätsmerkmalen, die unbedingt eingehalten werden müssen, gehört die Austauschbarkeit aller wasserführenden Teile. Ist eines der Teile defekt, sodass eventuell Keime eindringen können, garantiert dieser Fakt einen schnellen Austausch. Des Weiteren lassen sich die einzelnen Komponenten des Wasserspenders somit einfacher reinigen. Im Idealfall sollten die wasserführenden Teile aus Edelstahl bestehen, da dieses korrosionsfrei und keimhemmend ist. Somit wird das Wachstum gesundheitsschädlicher Mikroorganismen auf ein Minimum gesenkt.
Ein Wasserfilter kann sowohl in Verbindung mit Leitungswasser als auch mit einem Wasserspender stehen. Hier wird in hochwertigen Geräten der Filter in einem Hahn integriert, der so konzipiert ist, dass das Wasser ohne Berührung des Hahnes entnommen werden kann. In der Regel gelingt dies durch einen eingebauten Sensor. Leitungsgebundene Wasserspender können Warm- und Kaltwasser abgeben und besitzen oftmals eine Umkehrosmose Anlage. Diese bereitet das Wasser physikalisch vor und entfernt Schwebeteilchen aus dem Wasser. Die Reinigung hier erfolgt durch Diffusion und Filtrierung. Ein guter Wasserfilter und Wasserspender sollten neben metallhaltigen Schadstoffen wie Blei ebenfalls organisches Material und Pestizide aus dem Leitungswasser entfernen. Hier lohnt sich ein Blick in ausgewiesene Testportale.
Die Wasserqualität bestimmt die Qualität des Kaffees
Für den perfekten Kaffeegenuss reicht es nicht allein, Trinkwasserqualität im Reinzustand zu erhalten. Gesundheitlich unbedenkliches Wasser ist somit nur eine Seite der Medaille. Viel entscheidender für den Geschmack des kredenzten Kaffees ist die Wasserhärte, der heiß gemachten Flüssigkeit. Hier hat sich ein pH-Wert von 7,0, also geschmacksneutral und frei von Chlor bewährt. Während hartes Wasser einen hohen Mineralgehalt besitzt und als Trinkwasser äußerst bekömmlich ist, gilt dies für Kaffee keineswegs. Die Wasserhärte wiederum variiert je nach Zusammensetzung des Mineralgehaltes. Eine hohe Karbonat- und Permanenthärte sagt somit aus, dass viele mineralische Ionen wie Kalzium, Magnesiums und Natrium sich im Wasser befinden. Dies wiederum beeinflusst den Kaffeegeschmack.
Dass ausschließlich weiches Wasser einen guten Geschmack erzeugt, ist nur teilweise richtig. Gerade Kaffee mit vielen Fruchtsäuren benötigt etwas härteres Wasser, da dessen Inhaltsstoffe wie ein neutralisierender Säurepuffer wirken. Wiederum zu hartes Wasser neutralisiert die Aromen jedoch zu stark und das Ergebnis ist ein gehaltloses und bitteres Getränk. In zu weichem Wasser dominieren wiederum die Fruchtsäuren, sodass das Ergebnis stark säurelastig schmeckt. Laut Verkostungen und Analysen der Röstereien sollte das Kaffeewasser eine Karbonathärte zwischen 6 und 14 °dH besitzen. Die Wasserhärte immer im Blick zu behalten, hängt zudem mit der Lebensdauer der Kaffeeautomaten zusammen. Wird hartes Wasser erhitzt, lösen sich Kalziumionen aus dem Wasser und setzen sich als Kalk ab. Dies wiederum verringert die Lebensdauer der Geräte.
Zusammenfassend ist es somit ideal, Wasser zu verwenden, welches: frisch, sauber und kühl ist. Dies sollte einen pH-Wert von 7,0 besitzen und nicht mehr als 30 bis 70 mg Calcium, 10 bis 20 mg Magnesium und 10 bis 20 mg Natrium pro Liter Wasser enthalten. Dies gelingt im privaten Gebrauch mithilfe eines Tischwasserfilters, der einen Aktivkohlefilter und Ionentauscher besitzt. Gewerbebetriebe sollten hingegen fest installierte Filtersysteme verwenden. Verfügt der Kaffeevollautomat bereits über einen Filter im Wassertank, funktioniert dieser wie ein Tischwasserfilter. Um einen besonders starken Reinigungseffekt von Wasser zu erzielen, lohnt sich gewerblich die Nutzung einer Umkehrosmoseanlage. Bei privater Nutzung lohnt sich diese teure Anschaffung hingegen kaum.
